Chem Dog Kompanie

Diese Armee wurde aufgebaut als Alliiertenkontingent für den Rite of War „Sacrificial Offering“. Hier sollen heute dafür neben dem Hintergrund und der Idee der Armee, auch ein paar Modelle und das Farbschema vorgestellt werden.

Die Idee

Seit der Einführung des Rite of War „Sacrificial Offering“ war mir klar, dass ich diese spielen möchte. In diesem speziellen Rite of War muss ein alliiertes Milizenkontingent eingesetzt und auch als einziger Teil der Armee zu Spielbeginn auf dem Feld platziert werden. Das gesamte Hauptkontingent bleibt in Reserve, bekommt dafür aber Outflank. Dies soll darstellen, dass ein Scheinangriff - oder ein Köder - durch die Milizen inszeniert wird. Die Hauptarmee aber bewegt sich während dessen in einer großen Zangenbewegung um den Gegner herum, um diesen einzukesseln und zu vernichten. Ich finde dies einen sehr gelungenen Einsatz der Regel Outflank, da so diese Zangenbewegung perfekt dargestellt werden kann und das Spielfeld sonst für eine solche Taktik einfach zu klein wäre. Das Opfern der eigenen verbündeten Streitkräfte ist natürlich den Verrätern vorbehalten.

Für einen Rite of War eine komplett neue Armee anzufangen ist natürlich schon eine Hürde. Daher testete ich das Ganze mit meiner alten Imperialen Armee - auch bekannt als Astra Militarum. Ich hatte bei dem Spiel viel Spaß, da ich meine Death Guard auf eine völlig neue Art spielen konnte und so entschied ich mich eine zweites Alliirtenkontingent aufzubauen. Ich hatte zwar schon die 108. Air Borne, die sahen aber so sauber und elitär aus, dass sie sich für meinen Geschmack nicht als opferbare Miliz (oder Straflegion) eignete. Außerdem hatte ich ja noch, wie schon gesagt, eine alte Armee von regulären Soldaten aus der 6. Edition zuhause und jede Menge modellierter Köpfe mit Gasmasken. Eine Inspiration für die Armee waren die Savlar Chem-Dogs, die allerdings erst M41 erwähnt wurden, also etwas zu spät für die Horus Heresy. Zusätzlich wollte ich den normalen Cadianer etwas abwandeln. Daher habe ich eine zusätzliche Panzerung modeliert, die man an der Hüfte anbringen kann. Dies war der einzige Punkt den ich gefunden hatte, so dass ich das an allen Modellen gleich machen kann ohne die Panzerplatte jedesmal anpassen zu müssen.

 Gasmaske

 

Das Konzept

Das Konzept für die Armee war ein herunter gekommener Haufen, der schon einiges mit gemacht hatte, in einer giftigen Schlammwelt. Die Fahrzeuge sollten starke Verwitterungseffekte bekommen um den Einfluss der Umgebung widerzuspiegeln. Trotz der mitgenommenen Optik sollte es aber ein Sci-Fi-Armee werden. Also keine erster Weltkrieg-Grabenkampf-Armee wie das sonst sehr populäre Death Korps of Krieg. Des Weiteren mussten über 80 Mann Infanterie bemalt werden, das heißt ich brauche ein schnell zu malendes Farbschema, um damit auch zügig fertig zu werden. Kern der Armee sollten zwei Medusa-(bzw. Basilisk-)-Stellungen sein. Um das einfache Farbeschema etwas aufzubrechen, wollte ich einen Eyecatcher mit eindrucksvollen Modellen für die Armee haben. Damit das Ganze nicht langweilig aussieht, habe ich mich entschieden die Medusa Siege Guns als kleine Dioramen auf 160mm Bases auszuführen. Dadurch gibt es etwas zum entdecken und lenkt so von der Bemalung der recht "einfach" bemalten Infanteristen ab. Auch war dies die Möglichkeit, etwas Sci-Fi-Technik in die Armee aufzunehmen. Dafür integrierte ich sowohl einen Holo-Tisch, als auch einen Satelliten-Uplink in dem Medusa Diorama. Der Charm von Warhammer besteht für mich immer auch aus dieser Technologie, welche hoch entwickelt, die aber irgendwie nicht ganz ausgereift wirkt und altmodische Elemente enthält, die alles leicht umständlich aussehen lassen. Daher habe ich noch einen Generator integriert, der mit Kabeln die ganze Technik mit Strom versorgt und ein altmodisches Scherenperiskop um die Entfernung vor dem schießen zu bestimmen.

Medusa Gesamt

 

Das Farbschema

Der Umfang der Armee ist letztlich doch etwas größer geworden, als ich zuerst gedacht hatte. So viel zu einem "kleinen Milizen Kontingent"...

Ich hatte noch ein paar Leman Russ herrumstehen, die eine gute Alternativen zu den Medusen darstellen. Es sollte also schnell zu bemalen sein und gut aussehen. Rust Streaks sind z. B eine schöne Möglichkeit, um große Flächen aufzubrechen und interessante Details zu erschaffen, ganz ohne viel Aufwand zu haben. Dies passt zudem hervorragend zu meinem Konzept mit Verwitterungseffekten. Für Rust Streaks gibt es einige Farbtöne mit denen sie super gut kombinierbar sind, auch wenn der Effekt nicht immer ganz so leicht realistisch umzusetzen ist. Tendenziell eignen sich helle Farbtöne wie zum Beispiel Gelb sehr gut. Aber aus meinen Erfahrungen mit der Air Borne habe ich gelernt, dass mein Alliirtenkontingent doch besser farblich zu meiner Death Guard passen sollte um auf dem Feld gut zu wirken. Gelb konnte ich mir da nicht für vorstellen, mal ganz davon ab, dass es schwer zu malen ist. Was allerdings viel besser zu den Astartes passt, ist Beige (eine der Schattierungsfarben bei der Death Guard). Damit konnte ich am Ende dieselben Maltechniken und Tuschen wie bei meinen Space Marines verwenden, was es mir sehr viel leichter gemacht hat die Millizen schnell zu fertig zu stellen. In jedem Farbschemata benutze ich noch eine Highlight-Farbe, um Besonderheiten, Truppmarkierungen oder Energieeffekte darzustellen. Inspiriert von dem Scavage Chem Dogs entschied ich mich für Rot, was ganz gut zu dem warmen Beige passt. Damit wollte ich die Schläuche an den Gasmasken bemalen, um einen kleinen Eyecatcher an der Mini zu haben, welcher den Blick auf den modellierten Kopf fokussiert und weg vom schnell bemalten Rest. Auch die Panzer sollten rote Panzerplatten bekommen, um eine Art Zugmarkierung darzustellen und nicht durchweg gleich auszusehen. Als Base für die Modelle wollte ich keine gewöhnliche Gestaltung mit Schlamm haben und entschied mich daher für anthrazitfarbenes Geröll mit giftgrünen Pfützen, um die toxische Welt darzustellen und mich von dem klasischen WWI-Masch-Setting zu distanzieren.

 

Armeeliste

Die Armeeliste war recht einfach. Im Grunde musste das Kontingent nur sowohl günstig sein, als auch die ersten zwei Runden irgendwie überleben. Des Weitern war es mir wichtig, ein große Bedrohungspotential aufzustellen, so dass sich der Gegner um das Alliiertenkontingent kümmern muss und nicht die Flanken abdecken kann, da wir ihn dort ja mit unsere Hauptkontigent "überraschen" wollen.

Ich habe mich bewusst gegen eine Provenance entschieden, da diese doch zu häufig unfaire Vorteile bietet. Für die Ausdauer stelle ich zwei 20 Mann Infantry Sqauds, die mit Apothecarii und hoffentlich etwas Deckung doch vielleicht das eine oder andere einstecken können. Wichtig ist, dass man nicht ausgelöscht wird bevor die Reserve da ist. Die Medusen sorgen für die gewünschte Bedrohung, man könnte aber stattdessen auch Basilisken spielen. Um die Moral bei den Ladeschützen hoch zu halten, ist es geplant den Force Commander an diese Einheit anzuschließen. Des Weiteren ist es in dem Rite der Astartes Pflicht, eine Fortification mit zu nehmen. Als erstes kommt einem da die Aegis Defence Line in den Sinn. Als weitere Möglichkeit gibt es aber auch Vengeance Weapon Battery mit Battle Cannons (oder für wahre Veterans of Terra auch ein Basilisk AA Emplacement). Mit den letzten zwei kann man sein Bedrohpotenziel noch einmal deutlich steigern.

 

Am Ende sieht das dann so aus:

HQ

Force Commander

  Carapace Armour, Close Combat Weapon, Laspistol, Refractor Field

 

Elite

Medicae Detachment

Troops

Infantry Squad, Imperialis Militia

  Lascarbines

Infantry Squad, Imperialis Militia

  Lascarbines

 

Heavy Support

Heavy Ordnance Battery, Auxilia

- Medusa Siege Guns, 6x Militia Auxilia Crew

- Medusa Siege Guns, 6x Militia Auxilia Crew