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In dieser Reihe soll nach und nach über die verschiedenen Legionen der Legiones Astartes gesprochen werden. Dies kann einem Neueinsteiger vielleicht die Wahl der richtigen Streitmacht etwas erleichtern, oder einem Veteranen ein Bild seines Gegenüber geben.

Den Anfang machen die Dark Angels, die erste der Legionen.

Zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels sind leider noch nicht alle Details der Regeln bekannt, daher können sich einzelne Punkte in der Zukunft durchaus noch ändern.

Dark Angels HQ Vorschau 

 

Hintergrund
Die Dark Angels sind die erste Legion, die vom Imperator geschaffen wurde und sie halten dieses Vermächtnis auch noch lange nach der Vollendung der anderen Legionen hoch. Sie waren der Testlauf für viele Waffen, Taktiken und Organisationsstrukturen, die später in den anderen Legionen eingesetzt wurden. Aus diesem Grund unterscheidet sich ihr genauer Aufbau von dem später in der Principia Belicosa festgelegten auch noch drastisch. Sie folgen stattdessen dem so genannten Hexagrammaton. Ihre Legion ist daher nicht in eigenständige Chapter und Kompanien aufgeteilt, sondern stattdessen in sechs spezialisierte "Wings". Jeder dieser Wings hat eine sehr spezifische Aufgabe auf dem Schlachtfeld und in der Regel besteht jede Streitmacht der Dark Angels aus einer Mischung verschiedener Wings. Das geht so weit, dass teils sogar innerhalb einer einzelnen Einheit Mitglieder unterschiedlicher Wings zusammen arbeiten. Hin und wieder kommt es jedoch vor, dass der Anführer einer Streitmacht von Dark Angels ein Protokoll ausruft und das Kommando zumindest teilweise an den lokalen Anführer von einem der Wings abgibt um ein bestimmtes Ziel effektiver zu erreichen.

Diese sechs Wings sind:
Dreadwing: Der Dreadwing beherbergt all die Waffen, die aufgrund ihrer überaus unberechenbaren oder nachhaltig tödlichen Natur in anderen Legionen geächtet oder sogar komplett gemieden werden (wenn sie diese überhaupt in ihrem Arsenal haben). Sie sind die Spezialisten für die komplette Auslöschung des Gegners ohne Rücksicht auf Kollateralschäden.
Deathwing: Im Deathwing findet sich vor allem die schwere Infanterie der Legion (wie zum Beispiel die Terminatoren), welche genutzt werden, um eine Bresche in die Verteidigung des Feindes zu schlagen. Sie werden gerufen um einen Brückenkopf dort einzurichten, wo andere keine Hoffnung hätten zu überleben.
Ironwing: Der Ironwing beherbergt hauptsächlich die Fahrzeuge der Legion. Hier finden sich die besten Techmarines und die Spezialität des Wings ist der Einsatz von mechanisierter Infanterie und schnellen Panzervorstößen. Darüber hinaus sind viele Dreadnoughts Teil des Ironwings und so dient er auch in nicht kleinem Maßstab der Erhaltung der Geschichte und Traditionen der Legion.
Ravenwing: Im Ravenwing dreht sich alles um Geschwindigkeit. Dieser Wing ist die Heimat der besten Piloten, der schnellsten Speeder und der tödlichsten Jäger. In seinen Reihen befinden sich Bikes, Jetbikes und alles andere, das sich vor allem durch seine Geschwindigkeit auszeichnet. Sie sind die Meister im Aufspüren und Jagen von wichtigen Zielen in der gegnerischen Armee.
Firewing: Über den Fire Wing ist außer seinem Namen bisher nicht viel bekannt. Ihre Spezialität ist das Ausschalten von gegnerischen Kommandostrukturen.
Stormwing: Der Stormwing beinhaltet die Breacher und Sturmtruppen der Legion. Er ist spezialisiert auf Boarding Actions und somit primär im Raumkampf der Dark Angels zu finden.

Neben den Wings, die sonst in keiner anderen Legion genutzt werden, verfügen die Dark Angels außerdem über ein breites Arsenal an Technologie, die sonst nirgendwo zu sehen ist. Dies umfasst nicht nur sonst eher seltene Plasma- und Volkite-Waffen, sondern auch viele Strahlungs- oder sogar Warp-Waffen, die andernorts im Imperium quasi unbekannt sind. Es gibt mehrere Gründe dafür, dass diese Ausrüstung für die erste Legion zur Verfügung steht. Zum einen wurde hier ihr Einsatz getestet und es wurde häufig befunden, dass sie zu kostenintensiv oder gefährlich ist, um sie an alle Space Marines auszugeben, darüber hinaus jedoch wurden die ersten Dark Angels noch nicht vom späteren Verbündeten des Imperators, den Schmieden des Mars, ausgestattet, sondern ihre Waffen stammen noch aus den Arsenalen von Terra selbst. Sie haben damit nicht nur eine gänzlich andere Quelle für einige ihrer archaischen Waffen, sondern sie dienten auch als Versicherung für den Imperator, um den roten Planeten notfalls erobern zu können, hätten sich die Priester dort weniger kooperativ gezeigt.

Dark Angels Contemptor 

 

Bücher
Es gibt Romane, die sich dediziert mit den Dark Angels beschäftigen. Außerdem treten sie später in einigen Büchern zum Imperium Secundus auf.
Aus der Hauptreihe der Horus Heresy sind das folgende Bücher:

Lion El'Jonson: Lord of the First

Band 6: Dark Angels

Band 11: Fallen Angels/Gefallene Engel

Band 27: Unremembered Empire/Imperium Secundus

Band 38: Angels of Caliban/Engel von Caliban

Vor allem die ersten Romane sind dabei teils sehr politisch, ein Trend der sich mit den Dark Angels auf Caliban auch später fortsetzt.

Unremembered Empire und Angels of Caliban hingegen zeigen mit den den Space Marines um Lion'el Johnson herum jedoch auch eine deutliche aktivere Seite der Legion und werden von den meisten Lesern als die besseren Bücher angesehen. Für ein Verständnis des Hintergrundes der Legion ist selbstverständlich die gesamte Geschichte zu empfehlen.

 

Legionsregeln
Die Legionsregeln der Dark Angels spiegeln ihre Herkunft von dem sehr feudalen Caliban wider. Sie sind nicht nur die Meister uralter, verbotener Technologien, sondern zugleich auch exzellente Schwertkämpfer mit einem überaus strikten (und nach außen oft arroganten) Ehrenkodex.
All das gibt ihnen einen kleinen Bonus, wenn sie mit Schwertern jeder Art kämpfen, auf der anderen Seite geben sie Siegpunkte an den Gegner, wenn sie am Ende des Spiels weniger Einheiten besitzen als dieser.

Ihr Malus ist definitiv nicht zu unterschätzen, vor allem wenn ein Spiel von den sonstigen Punkten her sehr knapp ausgeht. Ihr Vorteil hingegen wird in vielen Fällen keine herausragende Rolle spielen. Nahkampfstarke Einheiten verwenden häufig keine Schwerter oder sind ihrem Gegner sowieso ausreichend überlegen und schwächere Einheiten werden in der Regel mit dem Einsatz von Schwertern nicht gegen stärkere Feinde gewinnen. Wirklich profitieren tun nur die HQ-Modelle in Duellen mit anderen HQs (ein Unterfangen das auch mit dem Bonus überaus riskant bleibt), vor allem aber all jene Einheiten, die sich immer wieder im Nahkampf finden, ohne wirklich herausragend darin zu sein. Dies betrifft nicht nur den generischen Assault Marine (häufig kaum mehr als zusätzliche Lebenspunkte für die besonders ausgerüsteten Modelle), sondern auch Tactical oder Tactical Support Marines mit zusätzlichen Nahkampfwaffen oder Veteranen, die ansonsten auf Beschuss ausgelegt sind.
All das macht ihre allgemeinen Legionsregeln definitiv nicht zu einem Hingucker im Vergleich mit den allermeisten der anderen Legionen.

Dark Angels Veteranen Vorschau
 

 

Ausrüstung und Upgrades
Dark Angels haben getreu ihres Hintergrundes eine ganze Bandbreite an spezieller Ausrüstung. Dies fängt bei besonderen Schwertern an, geht über einen eigenen Plasmawerfer und endet bei esoterischen Säure- und Stasis-Munitionstypen.
Das Calibanite Warblade, das jedes Charaktermodell (also auch jeder Sergeant) haben darf, ist alles in allem ein etwas besseres Energieschwert. Das besondere daran ist, dass es dabei genauso viel kostet wie besagtes Energieschwert und zusammen mit dem Legionsbonus kann hier ein Sergeant tatsächlich brauchbare Ergebnisse zu geringen Kosten erzielen. Vor allem wenn man dabei bedenkt, dass die nächstbesseren Waffen oft bloß mit einer Initiative von 1 zuschlagen dürfen und daher häufig nur in Kombination mit einer Artficer Armour sinnvoll benutzt werden können. Dadurch werden einzelne Nahkampfwaffen an Dark Angel-Sergeants in ansonsten eher beschusslastigen Einheiten tatsächlich zu einer brauchbaren Option als Absicherung für alle Fälle.
Das Terranic Greatsword steht nur den HQ-Modellen zu Verfügung und ist eine mögliche Konkurrenz zum generischen Paragon Blade. Gegenüber diesem ist es günstiger, hat eine höhere Stärke und das Instant Death wird bei jeder Wunde angewendet, im Gegenzug hat es jedoch einen schlechteren Durchschlag und ist zweihändig. Im Kampf gegen andere HQ-Modelle ist es damit eine riskante (aber valide) Option. Es hat Schwierigkeiten damit, die übliche 2+-Rüstung zu durchdringen, muss aber auch nur einen erfolgreichen Treffer landen um das Duell zu entscheiden. Wirklich scheinen kann das Schwert aber im Kampf gegen Mechanicum und Daemons of the Ruinstorm. Beide Armeen verlassen sich vor allem auf hohen Widerstand mit vielen Lebenspunkten bei oft schlechterer Rüstung. Damit ist das Greatsword perfekt um gegen diese monströsen Gegner vorzugehen.

Bei den Optionen für Schusswaffen steht an erster Stelle der Plasma Repeater. Es handelt sich im Grunde um einen aufgewerteten Plasmawerfer mit stark reduzierter Reichweite und erhöhten Kosten, dafür potentiell erhöhter Schusszahl und besserer Treffsicherheit. Was diese Waffe etwas herunter lässt, ist eigentlich nur die extrem kurze Reichweite, vor allem wenn aus der Bewegung geschossen wird. Ohne den Einsatz eines Transportfahrzeuges ist diese Waffe quasi nicht benutzbar und sie verliert viel von der Flexibilität, die sonst aus der Verwendung eines Plasmawerfers kommt. Richtig eingesetzt kann der Repeater durchaus eine Überraschung für den Gegner bereit halten, er ist aber tatsächlich schon sehr speziell.
Als nächstes kommen Stasis Shells, sowohl als Option für Raketenwerfer, als auch (Kombi-)Granatwerfer. Diese können von allen Modellen mit der jeweiligen Waffe erworben werden. Für sich selbst sind Stasis Shells gar nicht so besonders eindrucksvoll; Einheiten die von ihnen getroffen werden, verlieren jedoch einiges an ihren Fähigkeiten im Nahkampf in der selben Runde und daher sind vor allem Kombi-Granatwerfer mit Stasis Shells eine interessante Option, wenn sie in einer Nahkampfeinheit gewählt werden können. Dies geht sowohl bei Veteranen, als auch Terminatoren, kann aber auch über HQ-Modelle (welche eine Kombi-Waffe erwerben können) realisiert werden. Der einzige (kleine) Wermutstropfen ist, dass sich ein Teil der Mali von den Shells mit den Boni der Dark Angels überschneidet und so nicht immer alles voll ausgeschöpft werden kann.
Die letzte besondere Option für Dark Angels sind Molecular Acid Shells für schwere Bolter auf allen Legiones Astartes-Modellen und Dreadnoughts. Diese Munition senkt die Stärke des Bolters stark ab, gibt ihm aber die Poison 2+-Regel und einen zufälligen Durchschlag, alles zu einem sehr kleinen Aufpreis. Dadurch verliert der schwere Bolter seine Fähigkeit auch leichte Fahrzeuge zu bedrohen und wird stattdessen sehr viel tödlicher gegen Modelle mit Lebenspunkten. Der feste Verwundungswurf macht auch diese Waffe sehr stark gegen Monster und unter dem Gesichtspunkt, dass der Großteil der gegnerischen Armee wahrscheinlich eine 3+-Rüstung haben wird, kann mit einer 50:50-Wahrscheinlichkeit sogar diese umgangen werden. Selbst die Chance eine 2+-Rüstung zu ignorieren ist gar nicht so schlecht und so ist diese Ausrüstung eine der stärksten im Vergleich mit den anderen Legionen, auch weil sie auf so vielen unterschiedlichen Einheiten gewählt werden kann.

Die spezielle Ausrüstung der Dark Angels ist das, was die Legion vor allem anderen stark macht. Sie haben viele und gute Optionen zu meist relativ niedrigen Preisen und im Fall der Schwerter gehen sie perfekt Hand in Hand mit der Legionsregel.

Dark Angels Plasma Vorschau

 

Legionsspezifische Einheiten
Für die Dark Angels sind derzeit drei spezielle Einheiten bekannt, zwei davon mit vollständigen vorläufigen Regeln:
Inner Circle Knights Cenobium, Dreadwing Interemptors und Deathwing Companions.

Über die Companions weiß man noch nicht viel. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie mit (wahrscheinlich) 2+-Rüstung und einem soliden Rettungswurf bei einer brauchbaren Waffenauswahl eine solide Leibwächter-Einheit für die HQ-Modelle sind. Vor allem da sie alle anscheinend die Option haben, Herausforderungen auszusprechen und anzunehmen.

Dreadwing Interemptors auf der anderen Seite sind eine Art Mischung aus Destroyern (mit Rad Grenades), Tacticals Support Squads mit Plasmawerfern (mit solider Stärke und gutem Durchschlag) und Tactical Support Squads mit Flammenwerfern (mit kurzer Reichweite und Deckung ignorieren). Ähnlich wie bei den Plasma Repeatern sind ihre Waffen etwas speziell, können im richtigen Moment an der richtigen Stelle jedoch effektiver sein, als ihre generischen Gegenstücke. Die Modelle sind jedoch selbst schon nicht zu billig und ihre zusätzlichen Waffenoptionen treiben den Preis in die Höhe, vor allem in Hinblick auf ihre durchschnittliche Defensive.

Die Inner Circle Knights Cenobium sind eine Cataphractii-Terminator-Einheit mit sehr guter Schusswaffe, dem guten Terranic Greatsword und einer Liste an Sonderregeln, aus der sie vor dem Spiel auswählen dürfen. Einige dieser Regeln sind sehr stark und die mit der Wahl einhergehende Flexibilität hilft definitiv auch weiter. Sie sind auf der etwas teureren Seite von Terminator-Einheiten, in Anbetracht ihrer Ausrüstung und Regeln ist dieser Preis jedoch mehr als gerechtfertigt.

Alles in allem scheinen die Legionseinheiten stark zu sein, scheinen allerdings auch immer ein beachtenswertes Preisschild mitzubringen. Interemptors und Inner Circle Knights sind dabei jeweils noch nicht einmal wirklich haltbarer, als ihre generischen Gegenstücke. Das macht diese Einheiten gut, hält sie aber im Rahmen der besseren Legionen, ohne sie direkt herausstechen zu lassen.

 

Rites of War
Die Dark Angels repräsentieren den Einsatz eines Protokolls auf dem Schlachtfeld mit der Verwendung von Rites of War.
Derzeit könnte man daher sagen, dass Pride of the Legion den Deathwing darstellt und die Zone Mortalis Assault Force den Stormwing.
Der Firewing könnte (mangels tieferer Informationen) über eine Recon Company dargestellt werden, während es für den Dreadwing bislang keine dedizierte Entsprechung gibt.

Als eigene Rites of War für die Dark Angels gibt es zur Zeit das Ravenwing Protocol und das Ironwing Protocol.
Beiden ist gemein, dass sie den Armeeaufbau drastisch ändern, im Gegenzug aber auch weitreichende Boni geben.

Der Ravenwing fokusiert sich stark auf den Einsatz von Bikes und Jetbikes als einzige Standardauswahlen (das bedeutet auch, dass es hier zum Beispiel keine Tactical oder Tactical Support Squads gibt) und Speeder und Flieger als einzige Fahrzeuge. Im Gegenzug sind Jetbikes ein bisschen flexibler in ihrem Einsatz auf dem Feld, Einheiten können Rad Grenades bekommen (immer ein netter, aber selten ein umwerfender Bonus) und die HQ-Modelle sind etwas stärker gegen Ziele mit hohem Widerstand.
Als weiteren Nachteil dürfen Infanterie-Einheiten nur genutzt werden, wenn sie das Spiel an Bord eines Fliegers beginnen.
Diese Einschränkungen sind wie oben schon erwähnt sehr schwerwiegend, die Boni haben es jedoch ebenso in sich. Gerade Outrider Bikes als Standard-Auswahlen sind alles andere als schwach und mit diesem Rite werden die HQ-Modelle der Dark Angels endgültig zu den wahrscheinlich besten Monsterjägern des Spiels.
Ein Problem hat dieser Rite mit verlässlicher Fahrzeugabwehr, vor allem in den ersten Runden, denn häufig wird diese durch Panzer oder Artillerie gestellt, beides ist hier nicht verfügbar. Als Ausgleich kann jedoch gut mit Graviton Guns auf Land Speedern oder fast allen Fliegern gearbeitet werden.
Missionsziele kann dieser Rite vor allem auf zwei Wegen halten: Entweder indem Jetbikes mit ihrer hohen Geschwindigkeit genau dann genau dort sind, wo sie sein müssen (und da Jetbikes keine guten Nahkämpfer sind, sollte dies auch selten stören), oder indem kleine, relativ günstige punktende Einheiten wie Veteranen in möglichst günstigen Fliegern (wie zum Beispiel der Dreadclaw) verwendet werden. Gerade auf kleineren Punkten ist die Anzahl der Modelle auf dem Feld mit diesem Rite of War jedoch sehr gering.

Der Ironwing auf der anderen Seite ist in seinen Regeln deutlich weniger spezialisiert, als der Ravenwing. Er macht Fahrzeuge in Gelände etwas sicherer (und spart damit potentiell an Dozerblades), er verbessert Dreadnoughts gegen Fahrzeuge und er verbessert die kleinen Infanteriewaffen auf kurzer Reichweite. Auf der anderen Seite muss Infanterie Transportfahrzeuge haben und für jede nicht-Panzer-Einheit, muss die Armee eine Panzer-Einheit haben. Gerade der letzte Part macht diesen Rite sehr schwierig, wenn man möglichst viel aus den Boni heraus holen will. Am einfachsten lässt sich das alles realisieren, wenn Einheiten ein günstiges angeschlossenes Transportfahrzeug haben, zusätzlich gibt es sowohl im Fast Attack, als auch im Heavy Support ein paar relativ günstige Panzer, um damit andere Einheiten (vor allem Dreadnoughts) freizuschalten.
Gerade auf kleinen Punkten ist dies ein kompliziertes Ballett aus Kosten und Restriktionen.
Das Ergebnis ist jedoch im Idealfall eine ausgeglichene Armee, die durchweg in allem was sie tut, entweder durch ihre Legionsregeln oder durch den Rite selbst, einfach besser ist, als eine generische Armee.

Dark Angels Leviathan 

 

Primarch
Über Lion'el Johnson sind bisher nur kleine Teile der Regeln bekannt. Er ist scheinbar einer der stärksten Duellanten unter den Primarchen, sonst weiß man allerdings quasi nichts.
Generell ist ein Kampf Primarch gegen Primarch in einem Spiel jedoch selten zielführend, während gleichzeitig ein Primarch jedes andere generische Modell in der Regel problemlos schlägt, egal ob er ein besonders guter Nahkämpfer ist oder nicht (mit wenigen Ausnahmen). Um den Löwen also vollständig einschätzen zu können, wird es zunächst sowohl seine Armee-Boni, als auch seine Punktkosten brauchen.

 

Fazit
Bisher sieht es so aus, als ob die Dark Angels eine Legion sind, deren Einsatz nicht immer ganz einfach ist, die aber extrem starke Ergebnisse liefern kann, wenn sie korrekt gespielt wird. Keine ihrer Optionen (vielleicht abgesehen von den Molecular Acid Shells) ist ein echter Selbstläufer und sie müssen sich vor niemandem verstecken, ohne dass sie auf der anderen Seite das Spielfeld vollständig dominieren würden.
Ein Nachteil wenn man sie sammeln will ist jedoch, dass ihre Rites so unterschiedlich zueinander und von generischen Armeen sind. Etwas neues auszuprobieren heißt hier schnell, quasi eine neue Armee aufzubauen. Für Leute, die eh gerne eine große Sammlung möchten ist dies perfekt, da sie so sehr unterschiedliche Spielstile effektiv unterstützt in einer Armee haben. Spieler die lieber kleinere Streitmächte sammeln, werden sich wohl auf eine Richtung konzentrieren müssen.

Dark Angels Damocles

 

Farbschema
Das grundlegende Farbschema der Dark Angels kann vergleichsweise einfach erreicht werden. Mit schwarzer Grundierung, Akzenten in Silber, verschiedenen Grau- oder Blautönen und die einfache Rüstung ist fertig. Mit steigendem Anspruch kann Schwarz sich - vor allem wenn man es nicht nur mit Kratzern in Silberfarbe bürstet - jedoch als Problem darstellen, so dass sich eventuell zusätzliche Techniken oder Farbkombinationen angeeignet werden müssen.
Durch die prominenten Karomuster haben Dark Angels zudem entweder die Herausforderung diese sauber frei Hand malen zu können, oder setzen die Fähigkeit voraus großflächige Transfer Sheets sauber zuzuschneiden und aufzubringen.

Dark Angels Breacher Vorschau

 

Wie kann man diese Armee am besten starten?
Ein Armeestart mit Dark Angels hängt wie schon gesagt sehr stark davon ab, wie groß die Armee werden soll. Wenn es sich um ein klar abgeschlossenes Projekt von 2000 oder 3000 Punkten handelt, ist es wahrscheinlich am Besten, sich für einen Rite (oder explizit keinen Rite) zu entscheiden und von Anfang an gezielt an dieser Idee zu arbeiten.
Sollte eine große Sammlung angestrebt werden, so ist trotz allem der beste Start hier nahezu der selbe wie bei fast allen Space Marines: Ein paar Tactical Squads, ein HQ nach dem eigenen Geschmack, ein Trupp der das HQ unterstützt, ein oder zwei Rhinos und ein Dreadnought oder Panzer. Bis auf für den Ravenwing ist damit immer die Basis gelegt, um in jede Richtung weiter expandieren zu können.

 Dark Angels Predator

 

Welche regulären Einheiten sind besonders interessant für Dark Angels?
Dark Angels können aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse in den Rites und aufgrund ihrer eigenen Regeln ein paar Einheiten auf unerwartete Weise verwenden.

Generell sind Sky Hunter Jetbikes (ansonsten häufig durch die Sky Slayer verdrängt) bei ihnen mit den Acid Shells eine sehr brauchbare Option.
Im Ravenwing sind darüber hinaus auch Land Speeder sehr interessant. Dadurch dass viele Anti-Fahrzeug-Waffen der Armeeliste nicht oder nur schwer zum Einsatz gebracht werden können, ist die Option auf die Graviton Gun hier sehr stark.
Im Ironwing auf der anderen Seite sind zum Beispiel Tactical Support Squads (mit zusätzlichen Nahkampfwaffen) oder Veteranen mit (Kombi-)Volkite Chargern eine Option, gerne auch transportiert in einem Land Raider Phobos. Die generellen Legionsregeln bessern ihre Nahkampfqualitäten auf, der Rite verstärkt ihre Schusswaffen und das Ergebnis ist eine Einheit, die aus dem Transporter heraus durch bloße Masse an (Schuss)attacken beachtlichen Schaden anrichten kann, gleichzeitig aber nicht allzu teuer ist. Auf kleineren Punkten bietet sich eine solche Einheit auch gut als Leibwache für ein HQ-Modell (eventuell mit Stasis-Granaten) an, welches das Nahkampfpotential weiter steigert.
Außerdem besonders nennenswert im Ironwing sind die Sabres. Nicht nur sind sie relativ billig und können so gut die Voraussetzungen des Rites erfüllen, sie befinden sich außerdem im Fast Attack. Dadurch nehmen sie nicht den Platz für einige der Dreadnoughts weg, die hier auch verbessert werden oder bieten mehr Raum für Panzerschwadronen auf großen Punktzahlen.

 

 

Das sind die Dark Angels. Sie mögen die älteste Legion sein, aber sie sind alles andere als müde. Als abgehärtete Veteranen des großen Kreuzzugs haben sie Schrecken gesehen, die andere Legionäre sich kaum vorstellen können und ihr Arsenal lässt selbst Legionen wie die Night Lords oder Death Guard zaudern (oder neidisch werden).
Egal ob als Schrecken geradewegs aus der Allnacht oder als strahlende Ritter, die Dark Angels sind eine großartige Legion mit vielen Gesichtern.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von Don Wolleone in Form der Bilder.

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