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Wie im letzten Artikel ausgeführt, ist der wichtigste Punkt beim Aufbau einer Heresy Armee, ist ein gutes Thema, damit man nicht wild drauf los erweitert und sich ein Berg an unbemalten Miniaturen auftürmt. Oft findet man im Internet die Antwort „nimm Pride of Legion, damit bekommst Du schnell eine spielbare Armee zusammen.“ - Warum das nicht die beste Idee für den Anfang ist, werden wir in Kürze in unseren Artikeln zu den einzelnen Rites of War genauer ausführen, aber kurz zusammengefasst: Eine Armee aus laufenden Terminatoren und teuren Marines mit Boltern ist in den meisten Fällen eine schlechte Idee.

In diesem Artikel stellen Euch zwei Death Guard Spieler ihre 1000 Punkte Armeen vor, die beide das Thema „Grabenkampf“ als Grundlange haben, aber völlig unterschiedlich aussehen.

Stefans Death Guard

Death Guard Stefan

„Als Thema für diese Armee hatte ich mir Istvaan III und die Kriege Death Guard gegen Death Guard vorgestellt, wie die Loyalisten in ihren Gräben und Bunkern sitzen und nun die Traitor Death Guard zu ihnen verstößt und sie vernichtet. Mit demWissen im Kopf, dass ich mit nur laufen Einheiten in Heresy bisher schlechte Erfahrungen gemacht habe, wollte ich einen Teil der Armee mechanisieren. 

Als erstes hat ein taktischer Trupp ein Rhino bekommen, damit er mobil ist. Der zweite taktische Trupp muss laufen, daher werden sie auf 15 Mann aufgestockt und ein Ordenspriester angeschlossen (Ich habe immer so ein paar Probleme mit Moraltests). Darüber hinaus verleiht der Priester seinem Trupp mehr Möglichkeiten für den Nahkampf und um dies weiter zu unterstützen, bekam der Trupp Combat Blades und wurde als Despoiler Trupp gebaut. Da die Death Guard ihre Flammenwaffen mit Chem-Munition upgraden kann war klar, dass sich diese natürlich auch in der Liste wieder finden. Um die kurze Waffenreichweite zu kompensieren haben auch sie ein Rhino erhalten. Als Panzerabwehr und zum Vernichten von Infanterie habe ich noch zwei Vindicatoren mit Demolisher Cannon aufgestellt; mir gefiel einfach die turmlose Optik der Vindicatoren und der Gedanke wie diese, wie ein britischer Mark I Panzer, über die Schützengräben wanken würden.

Strategisch betrachtet bietet die Liste zwei Vindicatoren als all-round-damage-dealer, die direkt gefährlich sind und Druck aufbauen, die Infanterie Truppen sind entweder gepanzert oder haben zusätzliche Mann bekommen, um Schaden wegstecken zu können, auch wenn der 15 Mann-Trupp rennen muss um mit der Geschwindigkeit der restlichen Armee mithalten zu können. Des Weiteren bieten die Rhinos die Möglichkeit entfernte Missionsziele zu erreichen und zu besetzen.

Aus heutiger Sicht würde ich einen Vindicator mit Laser Destroyer Array aufrüsten und da die Infanterie günstiger geworden ist, die Rhinos noch mit schweren Waffen, wie Multimeltern ausrüsten; somit stellen diese auch eine Bedrohung für den Gegenspieler dar und können nicht so einfach ignoriert werden.“

 

Roberts Death Guard

Death Guard Robert

„Die Idee hinter dieser Death Guard war eine Infanteriewand, die sich beständig auf den Gegner zubewegt. Um möglichst viel Infanteriemodelle mitnehmen zu können habe ich bewusst auf jegliche Art von Fahrzeugen, Bikes und Jetbikes verzichtet.

Den Kern meiner Armee bilden ein Tactical-, ein Breacher- und ein Tactical Support Trupp, die jeweils durch einen Apothecarius unterstützt und langlebiger gemacht werden. Die Breacher sind im Idealfall die Linie, in die der Gegner einschlägt. Der Tactical Support Trupp mit seinen Volkite Calivers versorgt die Armee mit Feuerkraft auf mittlerer (30“) Distanz, die Armee benötigt jedoch trotzdem ein Mindestmaß an Anti-Panzerbewaffnung (allein wenn es gegen Stefans Death Guard ginge). Aus diesem Grund stehen neben den Taktischen und Breachern drei Quad-Guns (natürlich mit den passenden Shatter Shells). Kernelement dieser Armee ist, dass alle Einheiten mit Ausnahme der Quad-Gun punktende Einheiten (mit Objective Secured, wo dies relevant ist) sind und sie somit vollständig von einem Missionsziel geschossen/erschlagen werden müssen, um es abzugeben. Und wieso Sensen im Graben? Die Sense gehört für mich einfach zur Death Guard dazu und meine Armee verlässt das Haus nicht ohne mindestens eine davon. Man könnte natürlich an dieser Liste noch einiges „härter“ gestalten, ich finde aber, dass man in der Heresy auch danach gehen kann, Einheiten auszuwählen, die auf dem Tisch gut aussehen, auch wenn man dadurch nicht das regeltechnische Maximum stellt.“

Man sieht, es gibt in der Heresy viele Möglichkeiten seine Armee zu gestallten und nicht nur „den einen Weg“ wie man ihn zum Teil aus 40k kennt. Wir werden noch weitere Armeen und ihre Entstehungsgeschichten auf dieser Seite vorstellen.